Vor Jahren, als meine Tochter noch in den Kindergarten ging, war es in ihrer Kita üblich für den Adventmarkt Kränze zu binden.

Aus Ästen und Naturmaterialien wurden von freiwilligen Eltern und Erzieherinnen Kränze gebunden. In meinem ersten Jahr meldete ich mich als Helferin und schnippelte die Äste, ich hatte noch nie einen Kranz gebunden und traute es mir nicht zu. Eine Frau sprach mich nach kurzer Zeit an und meinte ich soll mich zu ihr setzen, sie zeigt mir das Kranzbinden - es sei nicht schwer. Tatsächlich, mit etwas Geduld gelang es mir einen halbwegs ansehnlichen Kranz zu binden. Wir saßen in einem großen Kreis beisammen, zu unseren Füßen das Tannenreisig, auf unserem Schoß der Kranz und wir banden Kränze und redeten und lachten. Umhüllt vom Duft der Wintergehölzer, im Kreis der Gemeinschaft - es war schön, es hatte etwas magisches, zumindest für mich.

Jedes Jahr, solange meine Tochter die Kita besuchte, war ich mitdabei. Auch wenn es manchmal hektisch war, so liebte ich es einfach in der Gemeinschaft zu sein und Adventskränze zu binden. Mittlerweile geht meine Tochter zur Schule und diese Tradition hat aufgehört. Für mich, aber auch im Kindergarten. Es fanden sich nicht mehr genug Freiwillige, es war zuviel Aufwand. Aber seit dieser Zeit binde ich meinen Adventskranz selber und manchmal auch mehrere zum verschenken. Seit zwei Jahren habe ich mit einer lieben Freundin ein Ritual daraus gemacht. Gemeinsam sammeln wir unsere Materialien, sitzen beisammen und binden Adventskränze während unsere Kinder gemeinsam spielen. Warum ich euch das erzähle? Rituale, Traditionen, Kreise sind etwas Besonderes. Sie bringen uns Stabilität, Sicherheit, Ruhe, Geborgenheit - besonders in instabilen Zeiten. Der Adventskranz - Symbol der Unendlichkeit, der Geschlossenheit und Verbundenheit.

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