“Ausdauernd schön", so lautet die deutsche Übersetzung von Bellis perennis - dem lateinischen Namen des Gänseblümchens.

Üppig blüht es gerade in vielen Gärten, gerade so als stünde der Frühling bevor und nicht der Winter. Alle Jahre wieder ist sie eine der ersten aber auch der letzten Pflanzen die ihre Blüte der Sonne entgegenstreckt.

Essbar sind alle Teile, die kleinen Blättchen erinnern geschmacklich und optisch an Feldsalat und die Blüten sind ein Highlight in Salaten und Aufstrichen. Der Vitamin C Gehalt des Gänseblümchens ist ca. 7x so hoch als der einer Zitrone. Aber auch weitere Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium machen die Pflanze zu einer wertvollen Nahrungsergänzung. In der Volksmedizin wird die Heilpflanze des Jahres 2017 bei Husten (auch bei Kindern), Wunden und Hauptproblemen verwendet.
Bei den Germanen war das Gänseblümchen dem Sonnengott Baldur geweiht, die offene Blüte verkündete seine Anwesenheit. Das Gänseblümchen stand auch in enger Verbindung mit der Frühlingsgöttin Ostara. Ostara zeigte den Menschen wie sie den Samen in Mutter Erde zum keimen bringen konnten. Aber genauso wie die Menschen den in ihnen schlummernden Samen, ihre Talente und Fähigkeiten, zum keimen und erblühen bringen können. Nach Samhain überlassen die meisten Kräuterkundigen die Wildkräuter Mutter Erde und den Tieren. Auch ich habe die Gänseblümchen in meinem Garten stehen lassen und erfreue mich an ihnen solange sie ihr Köpfchen noch der Sonne entgegen strecken. Meist wenn mir Pflanzen so intensiv begegnen mache ich mich auf die Suche nach ihrer Botschaft.

Die Pflanzenbotschaft des Gänseblümchens ist nun genauso passend wie im Frühjahr: "Strecke deinen Kopf der Sonne entgegen und entscheide bewusst wohin du deine Aufmerksamkeit lenkst. Ich unterstütze dich mit Klarheit deinen Weg zu gehen und richte dich auf, wenn du am Boden liegst. Mit Liebe und kindlicher Freude fällt dir dein Weg um vieles leichter".