Da hab ich euch vom Frühling erzählt und dann erwischt es uns doch nochmal eiskalt, so richtig mit Schnee!
Aber wisst ihr was, dem Scharbockskraut ist das "wuascht".

Dem macht so ein bisschen kalte Füße gar nichts aus, ist es doch der erste Frühjahrsblüher, der großflächig an schattigen, feuchten Plätzen zu finden ist - bei mir wächst es unter der Hecke.

Es gehört zur Familie der Hahnenfuchsgewächse und ist somit für uns eigentlich tabu, da diese giftig (!!!) sind. Jedoch steigt der Gehalt an Giftstoffen beim Scharbockskraut erst mit der Blüte. Das bedeutet, dass das Kraut VOR der Blüte gegessen werden kann. Man kann es in Maßen genießen, in etwa eine Handvoll Blätter pro Tag als Erwachsener. Sobald es zu blühen beginnt, heißt es aber auf alle Fälle - HÄNDE WEG davon!!

Das Scharbockskraut besitzt einen hohen Gehalt an Vitamin C und gilt in der Volksmedizin als blutreinigend und vitaminreich. Daher war es bei unseren Vorfahren auch sehr begehrt, da diese im Winter keine Rundumversorgung wie wir besaßen. Viele von ihnen hatten nach dem Winter Mangelerscheinungen oder waren von Skorbut, einer Vitaminmangelkrankheit betroffen. Von Skorbut leitet sich auch der Name Scharbock ab, denn dieses Kraut hat ihnen gegen die Krankheit geholfen.

Früher lebten die Menschen noch von und vor allem mit der Natur. Sie wussten sich mit den Schätzen und Kräften der Natur wunderbar selbst zu helfen, versorgen und auch heilen! Diesen Weg, zurück zur Natur versuche ich zu gehen und die Wildkräuter sind ein wunderbarer Lehrmeister und Wegbegleiter - und schmecken tun´s auch noch - was will man mehr.