Hartnäckig hält sich der Irrglaube, dass sie giftig ist - das stimmt aber nicht!

Gemeint ist natürlich die Eberesche oder Vogelbeere, wie sie auch genannt wird. Der hohe Anteil an Parasorbinsäure in den Früchten sorgt bei übermäßigen Genuss für Unwohlsein, Durchfall und Erbrechen. Aber wer die bittere Frucht schon mal probiert hat wird bestätigen, dass man sie roh kaum in größeren Mengen essen möchte. Durch erhitzen, einfrieren oder trocknen sinkt der Anteil an Parasorbinsäure, die Frucht schmeckt nicht mehr so bitter und ist in vielen Rezepten ein richtiger Leckerbissen. Vor allem hat sie aber auch einen hohen Anteil an Vitamin C und stärkt somit unser Immunsystem.

Ich liebe die Vogelbeere aber vor allem aufgrund ihrer feinstofflichen Qualitäten. Alleine sie anzusehen löst eine gewisse Leichtigkeit und Freude aus. Die Kelten glaubten, dass die erste Frau aus der Eberesche geboren wurde und durch ihre roten Früchte, trägt sie einen großen weiblichen Anteil in sich. Sie galt als Baum des Lebens und es wurde ihr nachgesagt, dass sie die Lebensgeister wiedererweckt. Zudem wurden ihr große Abwehrkräfte nachgesagt und sie fand ihren Platz an allen wichtigen Kultstätten. Diesen Abwehrzauber habe ich mir konserviert, denn allzuviele Grenzen werden leichtfertig überschritten und es ist in diesen Tagen nicht ganz einfach das eigene Feld zu halten, abzugrenzen und zu beschützen.

Ich habe Vogelbeeren getrocknet und mit Salz gemahlen. Dieses Salz kann man nun als Schutzsalz verwenden um äußerliche Grenzen zu markieren, die nicht überschritten werden dürfen oder als Badesalz. Wem das zuviel "Humbug" ist kann es natürlich auch als Wildkräutersalz verwenden, vor allem in der herbstlichen Küche schmeckt es ganz hervorragend.

Die Pflanzenbotschaft der Vogelbeere: "Gib dich hin den Stürmen des Lebens und richte dich hernach wieder auf. Ich unterstütze dich, damit du nicht brichst und du Dinge, die du nicht ändern kannst, leichter annimmst!“