Bereits bei unseren Vorfahren den Kelten und Germanen war zum Fest Ostara die Neunkräutersuppe ein beliebter Festschmauß.

Ob sie diese tatsächlich zu diesem Fest gegessen haben weiß ich nicht, aber es erscheint mir durchaus plausibel.

Vielerorts wird auch heute noch die Gründonnerstagssuppe oder auch Neunkräutersuppe am Gründonnerstag gekocht. Gerade jetzt im Frühling schmecken die Kräuter noch so zart und fein, dass sich daraus eine leckere Suppe zubereiten lässt. Außerdem regen viele Frühjahrskräuter unseren Stoffwechsel an und reinigen unser Blut, die Nieren und den Darm. Sie schmeckt einfach lecker und ist eine wahrliche Vitamin- und Mineralstoffbombe.

Es gibt verschiedene Rezepte, bei vielen wird von 9 verschiedenen Kräutern je eine handvoll in die Suppe gegeben. Ich denke mir würde es schmecken aber meine Familie wäre da weniger begeistert, das wäre für sie zu viel des guten. Insofern finde ich die Neunkräutersuppe ein tolles Rezept, denn es gibt kein richtig oder falsch. Jeder kann dieses Rezept handhaben und abwandeln wie er will, mit mehr oder weniger Kräutern und den Kräutern, die gerade zur Verfügung stehen.

Ich habe von den Brennnesseln mehr genommen, da sie zum Wildgemüse zählen und bedenkenlos in größeren Mengen verkocht und verzehrt werden können. Außerdem sind sie doch ergiebiger und schneller gesammelt als so manches Gänseblümchen.

Neunkräutersuppe

Zutaten:
1 Handvoll Brennnesseln
1-2 Handvoll acht verschieden Kräuter (z. Bsp: Giersch, Gundermann, Vogelmiere, Gänseblümchen, Löwenzahn, Spitzwegerich, Taubnessel, Sauerampfer oder auch Petersilie, Schnittlauch usw.)
1 klein geschnittene Zwiebel
1 EL Butter oder Öl
1 l Gemüsebrühe
3-4 klein geschnittene Kartoffeln
Sahne od. Schmand (alternativ)

Zubereitung:
Die klein geschnittene Zwiebel in Butter/Öl andünsten, Kartoffeln zugeben und anbraten. Die klein geschnittenen Kräuter dazugeben und etwas dünsten, mit Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und evtl. Sahne oder Schmand abschmecken und pürieren. Ob du die Suppe pürierst oder nicht, ist Geschmacksache - wir mögen sie lieber püriert.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!